Die Phasen des Trennungs- und Scheidungsmanagements

Das Trennungs- und Scheidungsmanagement läßt sich in fünf Phasen einteilen:

1. Die Erkenntnis- und Analysephase

In der Analysephase arbeite ich zunächst den gesamten tatsächlichen Sachverhalt gemeinsam mit Ihnen heraus.

Dazu gehört ein ausführliches Gespräch, in dem die Einzelheiten der familiären und wirtschaftlichen Situation der Eheleute analysiert werden.

Neben der Analyse der tatsächlichen und rechtlichen "Ist-Situation" werden die tatsächlichen und rechtlichen Ziele für die Zukunft ermittelt und damit die Grundlagen für eine zielorientierte Problemlösung geschaffen.

2. Die Konzeptionsphase

In der Konzeptionsphase entwickele ich gemeinsam mit Ihnen ein Konzept für eine Scheidungsfolgenvereinbarung im konkreten Einzelfall unter Einbeziehung aller Angelegenheiten. Dabei werden mögliche Reaktionen der Gegenseite berücksichtigt und in die vorgesehene Verhandlungsstrategie einbezogen.

3. Die Phase der Umsetzung

Den auf der Grundlage ausführlicher Gespräche schriftlich erarbeiteten Vorschlag für eine außergerichtliche Gesamtregelung übersende ich Ihnen vorab als Entwurf, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, den erarbeiteten Vorschlag noch einmal in Ruhe zu überdenken und gegebenenfalls auch noch Änderungswünsche mitzuteilen.

Nach der Freigabe durch Sie und nochmaligen Überprüfung sowie gegebenenfalls Aktualisierung durch mich wird der Vorschlag in einem Schreiben an die Gegenseite übermittelt.

In dieser Phase der Umsetzung lassen sich auch die voraussichtlich anfallenden Kosten der gesamten außergerichtlichen Tätigkeit zumindest überschlägig ermitteln.

Die Gegenseite hat dann innerhalb eines Zeitraumes von ca. vier Wochen Gelegenheit, die unterbreiteten Vorschläge für eine Scheidungsfolgenvereinbarung zu überprüfen und hierauf zu reagieren, d.h. die Vorschläge entweder anzunehmen oder abzulehnen oder aber auch aufzugreifen und grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft für eine modifizierte Vereinbarung zu signalisieren.

4. Verhandlungsphase

Es schließt sich dann die Verhandlungsphase an, in der ein oder erforderlichenfalls auch mehrere Gespräche mit der Gegenseite - mit oder ohne Beteiligung der Parteien - stattfinden.

Sofern es gelingt, in allen - oder jedenfalls den entscheidenden - regelungsbedürftigen Angelegenheiten Konsens zu erzielen, schließt sich die Phase der Realisierung an.

Sofern sich herausstellt, daß eine Einigung nicht erzielt werden kann, weil die Positionen zu weit auseinander liegen und nicht zu einer Mindestdeckung gebracht werden können, kann erst jetzt eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht mehr ausgeschlossen werden.

5. Phase der Realisierung

Wenn Einigkeit in den wesentlichen regelungsbedürftigen Angelegenheiten der Eheleute erzielt werden konnte und der Vertragsinhalt "steht", erfolgt in dieser Phase die Umsetzung in die endgültige Vertragsfassung mit anschließender notarieller Beurkundung oder auch gerichtlicher Protokollierung, sofern ein gerichtliches Verfahren, z.B. die Ehescheidung, bereits anhängig sein sollte.