Wie findet der Zugewinnausgleich statt?

Der Ausgleichsanspruch ist auf Geld gerichtet.

Es besteht kein Anspruch auf hälftige Übertragung von Vermögenswerten, die der andere Ehegatte während der Ehe erworben hat.

Vielmehr wird eine Vermögensbilanz bei beiden Ehegatten aufgestellt, um den Zugewinnausgleich zu berechnen.

In diese Vermögensbilanz werden alle am Ende der Ehe vorhandenen Aktiva und Passiva eingestellt, um das Endvermögen zu ermitteln.

Davon abgezogen wird das Anfangs- und privilegierte Vermögen, das um den Kaufkraftschwund bereinigt wird.

Die Hälfte der Differenz ergibt den Zugewinnausgleichsanspruch.

Es kann also nicht etwa ein isolierter Ausgleich einzelner Vermögenswerte beansprucht werden. D.h. es kann nicht verlangt werden, daß ein Wertpapierdepot oder Konto, das auf den einen Ehegatten lautet, hälftig auf den anderen Ehegatten übertragen wird.