Cooperative Praxis in Düsseldorf

Die Cooperative Praxis ist ein Verfahren der Konfliktbearbeitung, das international unter der Bezeichnung Collaborative Practice oder Collaborative Law bekannt ist.

Insbesondere im Bereich des Familienrechts bietet sich die Cooperative Praxis als Methode an, mit Konflikten umzugehen und interessengerechte Lösungen für die Regelung der Trennungs- und Scheidungsfolgen zu erarbeiten.

Im gesamten außergerichtlichen Verfahren der Cooperativen Praxis sind die beteiligten Parteien jeweils durch ihren eigenen mit diesem Verfahren vertrauten Anwalt vertreten. Dabei handelt es sich üblicherweise um Rechtsanwälte, die eine Ausbildung als Mediator und zusätzlich im Bereich der Cooperativen Praxis absolviert haben.

Zunächst arbeitet der jeweilige Anwalt gemeinsam mit seinem Mandanten dessen Interessen heraus. Die rechtlichen Positionen werden besprochen, ebenso der Verhandlungsspielraum.

Die Verhandlungen finden dann entweder mit allen in der Angelegenheit Beteiligten, d.h. den jeweiligen Rechtsanwälten und ihren Mandanten oder nur zwischen den beauftragten Rechtsanwälten statt.

Die beteiligten Parteien verpflichten sich vertraglich, auf eine gerichtliche Auseinandersetzung zu verzichten, sofern die außergerichtlichen Verhandlungen scheitern. Darüber hinaus verpflichten sie sich, die in den Verhandlungen gewonnenen Beweismittel nicht gegen den anderen zu verwenden.

Es ist daher auch nicht erforderlich, seine Verhandlungstaktik in den Verhandlungen über die Trennungs- und Scheidungsfolgen mit Blick auf ein etwaiges gerichtliches Verfahren auszurichten.

Da meine anwaltliche Tätigkeit in erster Linie darauf gerichtet ist, streitige gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, bietet das Verfahren der Cooperativen Praxis eine Erweiterung und Bereicherung der hierfür zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.